Landesvereinigung für
Gesundheitsförderung
Thüringen e.V.




FaBeA plus

FaBeA plus – Fachliche Begleitung von Projekten der Aktivierungsrichtlinie zur sozialen und beruflichen Integration plus Gesundheitsförderung

Die Gesundheit erwerbsloser Menschen ist in besonderer Weise durch psychische, soziale und materielle Belastungen beeinträchtigt; Stigmatisierungserfahrungen und die Gefahr der Verfestigung prekärer Lebenslagen sind gut belegt, insbesondere bei jungen Menschen. Daraus erwachsen spezifische Barrieren der Erreichbarkeit, Teilhabe und Motivation für gesundheitsförderliche Angebote. Wirksame Ansatzpunkte können frühzeitige, salutogenetisch ausgerichtete Interventionen, die Kopplung von Prävention, Beratung und Versorgung sowie lebensweltnahe, partizipative und niedrigschwellige Angebote sein. 

Mit dem Start des Projekts „FaBeA plus – Fachliche Begleitung von Projekten der Aktivierungsrichtlinie zur sozialen und beruflichen Integration plus Gesundheitsförderung“ beginnt in Thüringen eine neue Phase der Qualitätsentwicklung arbeitsmarktbezogener Unterstützungsangebote für junge Menschen und arbeitslose Menschen in Elternverantwortung. Ziel ist es, die Europäischen Sozialfonds Plus (ESF) kofinanzierten Projekte der Aktivierungsrichtlinie in Thüringen fachlich zu stärken, gesundheitsförderliche Ansätze dauerhaft zu verankern und damit die Chancen auf soziale und berufliche Teilhabe deutlich zu erhöhen. Das durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des ESF geförderte Vorhaben läuft bis zum 30. Juni 2028 und wird durch eine enge Kooperation der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. -AGETHUR- und des Organisationsberatungsinstitut ORBIT e.V. umgesetzt.

FaBeA plus integriert systematisch Gesundheitsförderung in die Begleitstruktur der Aktivierungsrichtlinie. Dazu zählen individuelle und teambezogene psychologische Ressourcenstärkung für die Fachkräfte, die Förderung der Methodenkompetenz für Fachkräfte in den Aktivierungsprojekten zu verschiedenen relevanten Aspekten der Gesundheitsförderung und Prävention. Darüber hinaus sollen regionale und überregionale Vernetzung in den Gesundheitsbereich sowie die Erarbeitung von Praxismodulen für die Arbeit mit den Teilnehmenden in den Projekten der Aktivierungsrichtlinie zu ausgewählten Gesundheitsthemen die Integrationsbegleiter:innen in ihrer Arbeit stärken.

Die vier zentralen Handlungsfelder der AGETHUR:

1. Individuelle und teambezogene Ressourcenstärkung für die Fachkräfte in den Integrationsprojekten

2. Förderung der Methodenkompetenz für Fachkräfte in den Integrationsprojekten zu verschiedenen relevanten Aspekten der Gesundheitsförderung

3. Regionale und überregionale Vernetzung in den Gesundheitsbereich

4. Praxismodule für die Arbeit mit den Teilnehmenden in den Projekten der Aktivierungsrichtlinie zu ausgewählten Gesundheitsthemen

Wesentliche Zielgruppe aller Maßnahmen sind dabei die Integrationsbegleiter:innen, um ihnen gesundheitsbezogenes Wissen sowie Methoden für die Arbeit mit den Teilnehmenden der Integrationsprojekte an die Hand zu geben, sie in regionale Netzwerke zu integrieren bzw. relevante Kontaktstellen, Einrichtungen und Angebote zu vermitteln und darüber hinaus die individuellen Ressourcen der Fachkräfte selbst sowie ihren Teams zu stärken.

Durch die Verknüpfung von Arbeitsmarkt- und Gesundheitsförderung schafft FaBeA plus neue Möglichkeiten, erwerbslose Menschen ganzheitlich zu stabilisieren und ihre Chancen auf nachhaltige Integration zu erhöhen. Fachkräfte in den Projekten werden entlastet, regionale Netzwerke gestärkt und Programme weiter professionalisiert.

Mehr dazu unter: www.teilhabechancen.de

Ansprechpartnerinnen bei der AGETHUR: Silke Nöller, Elisabeth Zimny, Theresa Möckel